Tipps zur KI- und Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite

Person sucht auf einem Laptop nach Jobs mit Hilfe von der KI-Suche

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Susann Schneider
Susann ist seit vielen Jahren im IT-Marketing unterwegs und hat sich auf HR, People und Learning Solutions spezialisiert. Sie teilt ihre Insights zu aktuellen HR-Trends und Herausforderungen, vor allem im Zusammenhang mit der HR-Digitalisierung, um Personalabteilungen durch smarte Lösungen den Rücken freizuhalten, Themen wie Work-Life-Balance, Fachkräftemangel oder New Generation zu meistern und sich von administrativer Arbeit zu befreien.

Im Personalwesen wird es immer schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Der Arbeitsmarkt ist ein klarer Arbeitnehmermarkt – auch wirtschaftliche Unsicherheiten ändern daran wenig. Unternehmen müssen aktiv auf Kandidaten zugehen, doch gutes Employer Branding reicht nicht mehr aus, wenn potenzielle Bewerber Ihr Unternehmen gar nicht kennen – oder Ihre Stellenangebote nicht finden.

Immer weniger Fachkräfte suchen aktiv nach Jobs, während der Wettbewerb um Talente wächst. Ihre Bewerbersuche über bezahlte Stellenanzeigen in Jobportalen oder sozialen Medien wie LinkedIn kann dabei immer kostspieliger werden.

Machen Sie deshalb Ihre eigene Karriereseite sichtbarer im Internet!

Mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) ziehen Sie dauerhaft organische – also kostenlose – Besucher an. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Karriereseite suchmaschinenfreundlich gestalten und mit Generative AI Optimization (GAIO) auch für KI-gestützte Suchanfragen gut auffindbar bleiben.

SEO vs. GAIO – was ist der Unterschied?

SEO (Search Engine Optimization) zielt darauf ab, Ihre Karriereseite in den organischen Suchergebnissen klassischer Suchmaschinen wie Google möglichst weit oben zu platzieren. Das bedeutet: Wer nach einem bestimmten Job sucht, soll Ihr Stellenangebot direkt finden – ohne dass Sie dafür pro Klick bezahlen müssen.

Mit der rasanten Verbreitung von KI-Tools verändert sich jedoch das Suchverhalten: Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt an Chatbots oder nutzen KI-gestützte Suchmaschinen, die Suchergebnisse neu aufbereiten. Genau hier setzt GAIO (Generative AI Optimization) an: Es stellt sicher, dass Ihre Inhalte so strukturiert, aktuell und relevant sind, dass sie auch von KI-Anwendungen gefunden, verstanden und in Antworten integriert werden.

Wer also heute in SEO investiert, sollte auch die Optimierung für KI-gestützte Suchen mitdenken.

Warum ist die Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite wichtig?

Mit der richtigen Suchmaschinen- und AI-Optimierung können Sie sicherstellen, dass Ihre Karriereseite von potenziellen Bewerbern gefunden wird. Die meisten Suchen und damit auch die Suche nach einem Job beginnt oft in Suchmaschinen. Zunehmend werden bestimmte Anfragen auch in KI-Anwendungen gestellt. Typische Fragen könnten hier beispielsweise sein: „Wer ist der beste Arbeitgeber in Region XY“ oder „Welche Firma sucht in Stadt A nach einer Fachkraft B“. Anstatt die Stellensuchenden zunächst auf Ihre (teuer bezahlten) Anzeigen auf Stepstone & Co. zu leiten, verbessert eine gute Sichtbarkeit Ihrer eigenen Karriereseite in den Suchergebnissen die Chance, dass qualifizierte Fachkräfte direkt auf Ihrer Webseite landen.

Was ist zu tun bei der Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite

TIPP 1: Relevante Keywords verwenden

Verwenden Sie relevante Keywords in den Anzeigentexten Ihrer Stellen, um in den Suchergebnissen weit oben zu erscheinen. Keywords sind die Schlüsselworte, die Ihre potenziellen Bewerber in Suchmaschinen als Begriff eingeben. Denken Sie dabei an gebräuchliche Suchbegriffe, die Ihre Zielgruppe auch verwendet:

  • Nutzen Sie geläufige Stellenbezeichnungen (z. B. „Vertriebsmitarbeiter“, nicht „Sales Hero“)

  • Integrieren Sie die Keywords in Titel, Zwischenüberschriften und Texte

  • Denken Sie an Varianten (z. B. „Kfz-Mechatroniker“, „KFZ Mechaniker“)

TIPP 2: Inhalte für KI-Suchen optimieren („AI-First Content“)

Suchverhalten verändert sich: Immer mehr Jobsuchende nutzen KI-gestützte Suchsysteme (z. B. ChatGPT, Perplexity, Google Gemini) für Recherchen. Diese Systeme funktionieren anders als klassische Suchmaschinen:

  • Sie verarbeiten semantische Spracheingaben (z. B. „Welche IT-Jobs in München bieten Remote-Möglichkeit?“).

  • Sie zeigen keine klassischen SERPs (Suchergebnisseiten), sondern aggregieren Inhalte und beantworten direkt.

  • Häufig werden strukturierte Daten, klare FAQs, saubere Titel und Inhalte mit hoher semantischer Dichte bevorzugt.

Bauen Sie daher  FAQ-Abschnitte pro Stellenanzeige auf (z. B. „Wie bewerbe ich mich?“, „Was bietet das Unternehmen?“) und nutzen Sie semantisch optimierte Sprache, z. B. mit vollständigen Fragen und Antworten. Prompt-optimierter Content hilft, bei Chatbots wie ChatGPT oder Google Gemini besser erwähnt zu werden.

Jobs werden immer häufiger direkt über KI-Tools wie ChatGPT gefunden – klassische Suchmaschinen und Jobportale verlieren an Bedeutung. Ohne eine sichtbare, KI-optimierte Karriereseite geht wertvolles Potenzial verloren. Im Webinar erfahren Sie, wie Sie Ihre Karriereseite für die neue Suche fit machen – und mit den richtigen Tools unabhängig, sichtbar und erfolgreich rekrutieren.

Termine:

20.08.2025 | 10:00 Uhr 👉 zur Anmeldung

19.09.2025 | 10:00 Uhr 👉 zur Anmeldung

TIPP 3: Meta-Titel & Meta-Description pflegen

  • Meta-Titel: Präzise Jobbezeichnung + Standort (z. B. „Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) in Hamburg“)

  • Meta-Description: Kurze Zusammenfassung (ca. 155 Zeichen) mit USP und Handlungsaufforderung

  • Ziel: Höhere Klickrate in Suchmaschinen

Die Seitenbeschreibung – die sogenannte Meta-Description – ist der Text, der zusammen mit dem Seitentitel – dem Meta-Title – in den Suchmaschinenergebnissen (SERPs) als „Snippet“ angezeigt wird. Deshalb ist es auch für die Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite wichtig, die Meta-Description in jedem Fall auszufüllen. Meta-Descriptions werden im Headerbereich eines HTML-Dokumentes hinterlegt. Google und andere Suchmaschinen können sie zusammen mit dem Meta-Title für das Snippet verwenden. Als Kurzbeschreibung der jeweiligen Webseiten-Inhalte sollte die Meta-Description in ca. 155 Zeichen die wichtigsten Informationen zur entsprechenden Stelle beinhalten. Damit werden Jobsuchende aktiviert, in den Suchergebnissen auf Ihr Angebot zu klicken. Definieren Sie den Seiten-Titel passend zu Ihrer jeweiligen Stellenanzeigenseite mit dem entsprechenden Schlüsselwort, d.h. mit einer gängigen Stellenbezeichnung.

Und so könnte das Snippet zum Suchergebnis für eine Stellenausschreibung nach der Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite mit URL, Seitertitel (verlinkt) und Meta-Description angezeigt werden:

TIPP 4: Zero-Click-Strategie berücksichtigen

Immer mehr Antworten werden direkt in KI-Tools oder auch auf den Ergebnisseiten der Suchmaschine ausgespielt, ohne dass Nutzer auf Zielseiten klicken. Zum Beispiel AI Overview in Google. Ziel ist also:

  • Antworten schon auf der Karriereseite so zu formulieren, dass KI-Modelle diese direkt extrahieren können.

  • Verwenden Sie strukturierte Daten (JobPosting-Schema) und klare Kurzantworten in Absätzen oder Bulletpoints.

AI Overview

TIPP 5: Hochwertige, relevante Inhalte bereitstellen

Bieten Sie auf Ihrer Karriereseite hochwertige und relevante Inhalte an. Stellen Sie sicher, dass Ihre Karriereseite informativ und ansprechend gestaltet ist:

  • Klare, strukturierte und fehlerfreie Texte

  • Starke Visuals: Mitarbeitervideos, Infografiken, Fotos vom Arbeitsplatz

  • Zielgruppenrelevanz: Was interessiert Bewerber wirklich (Aufgaben, Team, Benefits)?

Aktualisieren Sie diese Inhalte regelmäßig, denn das honorieren Suchmaschinen. Außerdem verweilen Besucher und Besucherinnen länger und Sie erhöhen die Chancen, dass Ihre Webseitennutzer das finden, wonach sie in der Suchmaschine gesucht haben – und bewerben sich bei Ihnen.

Eine gute Verweildauer erhöht die Relevanz Ihrer Karriereseite – Relevanz und Aktualität wirken sich positiv auf die Sichtbarkeit Ihrer Karriereseite in Suchmaschinen aus!

Tipp

Barrierefrei rekrutieren mit Ihrer Karriereseite

Eine Karriereseite auf Ihrer Unternehmenswebseite, die Ihre gesuchten Fachkräfte erreicht – in Suchmaschinen, auf Jobportalen und barrierefrei. Das bietet Ihnen das Karriereportal. Mühelos aufgesetzt – ohne teure Agenturkosten – und eigenständig administrierbar.

Setzen Sie sich als attraktiver Arbeitsgeber in Szene und punkten Sie zügig durch smarte Bewerbungsmöglichkeiten bei Ihren Wunschkandidaten!

TIPP 6: Benutzerfreundlichkeit optimieren

Eine entsprechende Verweildauer erzielen Sie zwar auch, wenn Ihre Besucher zu lange nach Informationen suchen müssen. Dann besteht jedoch die Gefahr von Websiteabbrüchen und das ist negativ für die SEO-Relevanz Ihres Karrierebereichs. Benutzerfreundlichkeit spielt also ebenfalls eine wichtige Rolle für die Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite. Vor allem die Usability auf mobilen Geräten ist dabei wichtig – daher gilt auch bei Karrierewebseiten: Mobile first – immer mehr Menschen nutzen ihre Smartphones für die Jobsuche.

  • Gestalten Sie die Karriereseite responsiv 

  • Reduzieren Sie die Ladezeit durch optimierte Bilder und sauberen Code

  • Wichtig: Google rankt mobilfreundliche Seiten höher

Alles, was zu lange dauert, nervt zudem Ihre Webseitenbesucher, führt zu Abbrüchen und Ihre potenziellen Bewerber sind weg. Zudem indexieren Suchmaschinen Seiten mit sehr langen Ladezeiten kaum. Das heißt, diese Seiten werden in den Suchergebnissen schlechter oder gar nicht gerankt. Beachten Sie außerdem, dass in den Suchergebnissen optimalerweise die zur Sucheingabe passende Stellenanzeigenseite Ihres Karrierebereichs aufgerufen wird. 

TIPP 7: Bewerbungsprozesse SEO-relevant gestalten

KI-Tools bewerten zunehmend auch UX-Signale wie Klicktiefe, Bounce Rate oder Absprungrate – und das betrifft direkt Ihre Karriere- und Bewerbungsseiten.

Das sollten Sie tun:

  • „Bewerbung in unter 60 Sekunden“-Ansatz klar kommunizieren und umsetzen

  • Sprungmarken und Sticky-CTAs nutzen, um User gezielt zur Bewerbung zu führen.

  • Mobile Ladezeit (Core Web Vitals) kontinuierlich messen und verbessern.

TIPP 8: Strukturierte Daten für Google for Jobs

Mit strukturierten Daten unterstützen Sie nicht nur KI-Tools sondern auch Suchmaschinen, Ihre Webseiten-Inhalte besser zu verstehen. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von strukturierten Datentypen, die mithilfe von technischen Anweisungen zugeordnet werden. Das funktioniert auch bei der Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite. So lassen sich die Stellenanzeigenseiten als strukturierte Daten für Google for Jobs – der Onlinejobbörse von Google – ausweisen und dort listen.

TIPP 9: Auf Sicherheitszertifikate der Karriereseite achten 

Auch Sicherheitszertifikate müssen bei der Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite beachtet werden, denn sie garantieren Nutzern eine sichere Verbindung zwischen der zu besuchenden Webseite und dem eigenen Browser. Sichere Webseiten sind durch das Protokoll-Kürzel HTTPS zu identifizieren und die meisten Firmenhomepages besitzen dieses Sicherheitszertifikat. Aber auch für den Karrierebereich ist es unabdingbar, dass dessen Seiten denselben Sicherheitslevels entsprechen.

Das ist nicht unbedingt gegeben, da Online-Lösungen für das Bewerbermanagement mit Inhalten wie Stellenübersicht, Stellenanzeigen und Bewerbungsformular meistens separat als Unterseite mit Subdomain, XML-Schnittstellen oder iFrame eingebunden werden und damit nicht zum Inhalt der Hauptseite gehören. Da Suchmaschinen ihre User vor unsicheren Seiten schützen, kann es bei fehlenden Sicherheitszertifikaten passieren, dass bei Ihre Karriereseiten blockiert werden. Das ist nicht nur bei der organischen Suche ärgerlich, sondern gerade auch bei bezahlten Stellenanzeigen fatal.

TIPP 10: Backlinks & Social Sharing nutzen

Ein weiterer wichtiger Aspekt der SEO ist die Verknüpfung einer Webseite mit anderen relevanten Seiten im Netz. Das sind sogenannte Backlinks von anderen auf Ihre Webseite. „Linkbuilding“ ist auch für die Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite möglich. Pflegen Sie Beziehungen zu Multiplikatoren, die für Ihre Branche oder für Ihr Unternehmen wichtig sind. So z.B. Fachverbände, Fachmagazine und Blogs. Lassen Sie Ihre Inhalte mit hochwertigen, thematisch passenden Webseiten verlinken, um Ihre Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit zu verbessern. Werden dort Beiträge auf Ihre Karriereseite verlinkt, entsteht solch ein Backlink, über den auch potenzielle Kandidaten auf Ihren Karrierebereich gelangen können. Suchmaschinen erkennen anhand der organischen Klicks auf Ihre Karriereseite, ob und wie relevant die Seite ist. Auch das kann sich positiv auf eine Verbesserung des Rankings auswirken.

Nutzen Sie außerdem Social Shares auf Ihrer Karriereseite, damit Ihre Stellen schnell und gezielt auf sozialen Netzwerken geteilt werden können. Zum Beispiel durch und auf den Profilen Ihrer eigenen Mitarbeitenden.

Bonus-Tipp: Eigene ChatGPT-Plugins / Jobbots nutzen

Wenn Ihre Karriereseite bereits gut optimiert ist, können Sie einen eigenen Jobbot auf Basis von GPT oder RAG (Retrieval-Augmented Generation) integrieren. Dieser:

  • liest alle offenen Stellen und FAQs,

  • beantwortet Bewerberfragen direkt,

  • und leitet zu relevanten Jobs weiter.

Das verbessert nicht nur UX, sondern erhöht die Verweildauer und Interaktion – wichtige SEO-Signale!

Hilfreiche Tools zur Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite für Personal- und Recruiting-Verantwortliche

Die Suchmaschinenoptimierung einer Karriereseite verbessert das Ranking und die Sichtbarkeit Ihrer Stellenausschreibungen im Web und kann damit einen Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg im Recruiting ausmachen. Zudem kommen ständig weitere technologische Veränderungen hinzu, denen man sich immer wieder stellen muss – wie beispielsweise die KI. Es ist eine intensive und teilweise auch zeitaufwendige Arbeit. Das können wahrscheinlich die wenigsten HR-Mitarbeiter und Recruiter noch zusätzlich leisten.

Es gibt einige hilfreiche Tools und Plugins für die meisten Content-Management-Systeme von Webseiten, welche die Suchmaschinenoptimierung unterstützen. Auch Google selbst bietet einige Tools, z.B. zur Keywordrecherche oder Überprüfung der Ladezeiten an. Nicht zuletzt lassen sich auch mit KI-Unterstützung viele Themen umsetzen. 

Mit Lösungen wie dem Karriereportal in der Sage HR Suite lassen sich viele SEO-Maßnahmen automatisieren. Eine eigene KI wird dabei immer weitere Anforderungen unterstützen, damit Ihre Stellenanzeigen im Web gefunden werden. So sparen Sie Zeit – und gewinnen schneller neue Talente.

Weitere Informationen zum Sage HR Bewerbermanagement und dem Karriereportal.

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