Stabilisieren Sie Ihr Unternehmen in der aktuellen Corona Pandemie

Das Coronavirus ist längst kein isoliertes gesundheitliches Problem unserer Gesellschaft mehr. Die Krise ist mittlerweile, mit voller Wucht auch in der deutschen Wirtschaft angekommen. Betroffen von dieser u.U. existenziellen Herausforderung sind nicht nur Konzerne, sondern vor allem mittelständische Unternehmen und Kleinbetriebe.


Um dem entgegen zu treten werden Forderungen nach Lockerungen des Shutdowns immer lauter. Diesen Forderungen hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz jedoch jüngst eine klare Absage erteilt, da die Gesundheit der Bevölkerung für ihn eindeutig über den ökonomischen Folgen steht. Die Verunsicherung in Hinblick auf die wirtschaftlichen Folgen ist daher groß und viele Unternehmer stellen sich die Frage, wie sie weiter agieren sollen. Kurz und mittelfristig stehen Ihnen hierfür, flankiert durch weitreichende Entscheidungen der Bundes- und auch Landesregierungen, eine Reihe an Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. Diese sollen die Auswirklungen auf die Unternehmen zumindest dämpfen können.


Wir möchten Ihnen mit diesem Artikel die notwendigen Informationen an die Hand geben.

Kurzarbeitergeld als kurzfristige Maßnahme zur Sicherung Ihrer Liquidität

Kurzarbeitergeld kann nun einfacher und zu verbesserten Bedingungen in Anspruch genommen werden. So müssen nur noch zehn Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sein, die Sozialversicherungsbeiträge werden voll übernommen und auch Leiharbeit wird in die Regelung einbezogen. Darüber hinaus wird vorübergehend auf die vollständige Anrechnung des Entgelts aus einer Beschäftigung, die während der Kurzarbeit aufgenommenen wird, verzichtet
 

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Netto-Entgeltausfall. Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten grundsätzlich 60 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Die maximale gesetzliche Bezugsdauer beträgt zwölf Monate. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
 

Anträge nach dem Infektionsschutzgesetz

Um drohende oder bestehende Arbeitsausfälle aufgrund von Corona finanziell abzufedern oder auszugleichen, kommen prinzipiell auch Ansprüche auf Entschädigung für Verdienstausfälle nach §56 Infektionsschutzgesetz in Betracht.
Klar ist, dass Entschädigungen nach §56 IfSG dann beansprucht werden können, wenn Ausscheider, Ansteckungsverdächtige, Krankheitsverdächtige oder sonstige Träger von Krankheitserregern Verboten in der Ausübung ihrer bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegen oder abgesondert werden und dadurch einen Verdienstausfall erleiden.
Anders sieht das hingegen aus, wenn ganze Betriebe per behördlicher Anordnung schließen müssen, ohne dass ein konkreter Verdacht hinsichtlich einer Infektion von Angestellten vorliegt. Der Fall, dass Mitarbeiter aufgrund einer solchen Betriebsschließung nicht mehr beschäftigt werden können begründet nach dem Wortlaut von §56 IfSG keinen Anspruch auf Entschädigungen für Verdienstausfälle. Hier bleibt nur zu prüfen, ob die Voraussetzungen für Kurzarbeit vorliegen. Ein Antrag ist aus der derzeitigen Einschätzung also nur möglich, wenn eine Quarantäneanordnung den speziellen Betrieb betrifft; nämlich aufgrund einer konkreten Erkrankung bzw. eines konkreten Verdachts.
 

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Wenn ein Unternehmen in Folge der Corona-Krise in Schwierigkeiten gerät, ist die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Möglichkeit, dem Unternehmen finanziell wieder ein wenig Luft zu verschaffen.
Voraussetzung ist, dass das Unternehmen ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten hat oder im Falle der sofortigen Einziehung der Beiträge in solche Schwierigkeiten geraten würde.
Nach unseren derzeitigen Informationen ist ein begründeter Antrag auf zinslose Stundung bis 26. Juni 2020 möglich und bei den jeweiligen zuständigen Krankenkassen einzureichen.
 

Tilgungsaussetzung und Kreditrahmenerweiterung

Nach unseren Informationen prüfen regionale und überregionale Banken aktuell auf formlosen Antrag, Tilgungsaussetzungen und - soweit möglich - bestehende öffentliche Fördermittel. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich bei Ihren Hausbanken.
 

Sonderprogramme des Bundes (Corona Schutzschild)

Wie bereits erwähnt stellt das Bundesfinanzministerium ein umfangreiches Hilfspaket zur Verfügung. Dieses Programm ist als Ergänzung zu den jeweiligen Länderprogrammen vorgesehen. Eine Doppelförderung ist damit ausgeschlossen.

Zu den Themenbereichen Kurzarbeitergeldabrechung sowie Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz bietet die DPS BS Akademie fortlaufend Online-Seminare an. Die entsprechenden Termine sowie weiterführende Seminarreihen entnehmen Sie bitte unserer Akademieseite.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitern für die kommenden Wochen und Monate alles Gute.


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