E-Learning: So profitieren Unternehmen & Angestellte

Seit fast zwei Jahren können Fort- und Weiterbildungen coronabedingt nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. Und das, obwohl sich die Wirtschaft im Hinblick auf die Industrie 4.0 mitten in einer „Reskilling Revolution“ befindet. Dem World Economic Forum zufolge müssen aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und dem Wandel zur Industrie 4.0 bis zum Jahr 2030 weltweit mehr als eine Billion Menschen umgeschult werden. Das betrifft ein Drittel aller Jobs![1]

Durch diese Umstände sind digitale Lernplattformen, die es Angestellten ermöglichen, sich selbstständig weiterzubilden, immer mehr in den Fokus der Unternehmen gerückt. Doch was sind die Vorteile des digitalen Lernens? Und kann es die klassische Fortbildung ersetzen?

 

Was ist digitales Lernen?

Digitales Lernen, auch als E-Learning (Electronic Learning) bekannt, bezeichnet alle Formen des Lernens, die online oder unter der Zuhilfenahme von digitalen Hilfsmitteln stattfinden. Eine Zusammenstellung von E-Learning Material bezeichnet man als Lernplattform. Gut aufgebaute Lernplattformen zeichnen sich durch hochwertige Inhalte und eine intuitive Bedienbarkeit für alle Nutzergruppen aus, die es Lernenden ermöglicht, sich ohne Hilfe auf der Plattform zurechtzufinden. Auf diese Weise sind Mitarbeitende von Unternehmen in der Lage, Aus- und Weiterbildungsprozesse selbstständig durchzuführen und zu steuern.

 

Fünf Gründe für E-Learning

Die Globalisierung sowie die digitale Transformation verändern die Arbeitswelt laufend. E-Learning setzt durch eine nie dagewesene Flexibilität den Grundstein für das lebenslange Lernen (Lifelong Learning). Nur wer lernt, kann langfristig in der veränderten Arbeitswelt erfolgreich sein.

1. Anpassungsfähigkeit

Die Anpassungsfähigkeit ist der größte Trumpf des E-Learnings. Der Flexibilität sind kaum Grenzen gesetzt: Die Autoren können Lernmaterial in vielfältigen Formen von Videos bis zu interaktiven Lernpfaden erstellen und online hochladen. NutzerInnen können die Inhalte jederzeit von jedem Ort abrufen. Gleichzeitig ist es unkompliziert möglich, Inhalte auf die Bedürfnisse der jeweiligen Person zuzuschneiden und so beispielsweise ausländischen MitarbeiterInnen Lernmaterialien in deren Muttersprache anzubieten.

2. Individuelle Lernmethode

Die Einzelperson steht beim digitalen Lernen im Vordergrund. Jede/r kann – entsprechend der persönlichen Präferenz - die von ihm/ihr bevorzugte Lernmethode wählen. Klassische Lernmöglichkeiten sind Artikel, Podcasts und Videos. In vielen Arbeitsbereichen ist ein Blended Learning, die Mischung aus Theorie- und Praxisinhalten, möglich. Bei Arbeitsplätzen in der Fertigung können beispielsweise Erklärvideos zu Maschinen oder Arbeitsabläufen direkt vor Ort via Tablet oder Smartphone angesehen werden.

3. Eigenes Lerntempo

Durch E-Learning ist es möglich, Inhalte im eigenen Tempo zu verarbeiten, bei Bedarf zu pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt zur Lerneinheit zurückzukehren. Gruppenzwänge von zu schnellem oder zu langsamem Vorgehen fallen weg. Umfangreiche Themenbereiche mit einer hohen Informationsdichte lassen sich für ein besseres Verständnis problemlos in kleine, leicht zu verarbeitende Einheiten zu unterteilen.

4. Vereinbarkeit mit dem Arbeitsalltag

Die permanente Verfügbarkeit online und der damit verbundene flexible Konsum der Lerneinheiten schafft eine optimale Vereinbarkeit mit dem Arbeitsalltag. Weiterbildungs- und Lernprozesse finden kontinuierlich parallel zum Arbeitsalltag statt und lassen sich je nach zeitlicher Verfügbarkeit spontan erledigen.

5. Zeit- und Kostenersparnis

Dieser Punkt betrifft insbesondere den Arbeitgeber. MitarbeiterInnen müssen das Unternehmen für Fort- und Weiterbildungen nicht mehr verlassen. Es entfallen Reise-, Unterkunfts- und Trainerkosten. ArbeitnehmerInnen ist es möglich, sich kontinuierlich weiterzubilden ohne einen oder mehrere Tage abwesend zu sein.

 

Sterben traditionelle Schulungen aus?

92% der deutschen Unternehmen haben ihr Training seit Beginn der Pandemie auf online umgestellt.[2] Ist das der Tod der klassischen Fort- und Weiterbildung?

Nein! Auch wenn digitales Lernen auf der Überholspur ist und einige spannende Vorteile bietet, gibt es dennoch Inhalte, für die das E-Learning nur bedingt geeignet ist. Dazu gehört beispielsweise die Vermittlung praxisnaher Themen wie Software Anwenderschulungen, die am besten nach dem Prinzip „Learning by Doing“ umgesetzt werden. Gleiches gilt für Schulungen, die soziale Aktivitäten wie Gruppenarbeit oder Interaktion mit dem Trainer umfassen. Die Anleitung durch einen erfahrenen Trainer sowie der Aufbau menschlicher Nähe ist durch digitale Lerneinheiten nicht abbildbar.

Es liegt an den Unternehmen, die Relevanz der beruflichen Weiterbildung zu erkennen und ihren MitarbeiterInnen mithilfe einer hybriden Lösung das Beste aus beiden Bereichen anzubieten.

 

Wie lassen sich Angestellte zum E-Learning motivieren?

Eine weit verbreitete Herausforderung des E-Learnings ist die fehlende Gruppendynamik, die sich negativ auf die Motivation auswirken kann. Mit den folgenden Maßnahmen kann die Lernmotivation gesteigert werden:

    • Sorgen Sie für einen Wohlfühlfaktor. Dazu gehört neben einem ansprechenden Design der Lernplattform auch eine unkomplizierte Bedienbarkeit.
    • Gamifizieren Sie die Inhalte. Schaffen Sie durch ein Belohnungssystem Anreize zum Lernen. Ansätze der Gamification sind Wettbewerbe durch Quizze oder Trophäensammlungen für abgeschlossene Kurse.
    • Bieten Sie den NutzerInnen eine Feedbackfunktion. Diese trägt langfristig zur Verbesserung der Inhalte bei und gibt Lernenden gleichzeitig eine Stimme.

Letztendlich sind die Qualität der Lerninhalte und eine gemeinschaftliche Integration der Lernplattform in die Unternehmenskultur der Schlüssel zur Motivation der Fortzubildenden. Viele Anbieter stellen einfach gestaltete, moderne Plattformen bereit, die den Autoren der Lerninhalte Hilfestellungen für die Erstellung geben und sich individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens anpassen lassen.

 

E-Learning Potentiale clever nutzen

Für E-Learning Plattformen gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten – von beruflicher Weiterbildung bis zum Wissenstransfer innerhalb eines Unternehmens – von denen sowohl Unternehmen als auch Angestellte profitieren. Zusammenfassend sind E-Learning Plattformen eine längst überfällige Lösung in Zeiten des Fachkräftemangels, um den Angestellten die Möglichkeit für eine kontinuierliche berufliche Weiterbildung zu bieten und gleichzeitig die Mitarbeiterbindung zu steigern. Dank Flexibilität und Anpassbarkeit an die Bedürfnisse der NutzerInnen, sind Lernplattformen eine Chance für Unternehmen, jede/n MitarbeiterIn dort abzuholen, wo er oder sie gerade steht.

 

[1] https://www.weforum.org/press/2020/01/the-reskilling-revolution-better-skills-better-jobs-better-education-for-a-billion-people-by-2030/

[2] https://static.integrata-cegos.de/wp-content/uploads/2021/12/14130330/TransformationSkillsLearning_CegosBarometer2021.pdf

DIE AUTOREN

Unser Autorenteam bestehend aus Julia (Marketing) und Johannes (Leiter Vertrieb) findet zunehmend Spaß daran, gemeinsam Blogbeiträge zu den Themen ERP, HR und IT-Infrastruktur zu schreiben und dabei das riesige Know-How der Fachabteilungen in eine verständliche Form zu bringen.

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